Franz Huber arbeitet seit über 30 Jahren im Familienbetrieb Metallbau Huber. Übernommen hat er ihn von seiner Mutter - und übergibt ihn in absehbarer Zeit an seine Söhne. Wie ein Betrieb über viele Jahrzehnte hinweg erfolgreich bestehen kann, wie die Familie ihn auch bei Schwierigkeiten im Innersten zusammenhält und was sich Franz Huber selbst für die Zukunft wünscht, erzählt er hier.
Die Geschichte von Metallbau Huber in Palling ist eine Geschichte von Beständigkeit - und von unerwarteten Wendungen. "Die Firma gibt es eigentlich schon lang. Mein Vater hat sie gegründet, aber Tore mache ich seit 30 Jahren", erzählt Franz Huber. Was er nicht sofort erwähnt: Der Weg zur Unternehmensführung war für ihn alles andere als vorgezeichnet.
1987 führte Franz Huber den Betrieb mit seiner Mutter, die das Unternehmen nach schweren Schicksalsschlägen in der Familie zwischenzeitlich geführt hatte. Heute, fast vier Jahrzehnte später, steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern: Seine Söhne bereiten sich darauf vor, den Betrieb weiterzuführen. Sohn Matthias ist bereits fest im Unternehmen eingebunden und soll in den kommenden Monaten seinen Meister machen.

Matthias selbst, der 2024 offiziell in das Familienunternehmen eingestiegen ist, sieht die Übernahme mit einer Mischung aus Vorfreude und Respekt. "Ich fühle mich gut bei dem Gedanken, dass die nächste Generation die Firma übernimmt. Gleichzeitig ist mir bewusst, wie viel Verantwortung dahintersteckt."
Was ihn an der Arbeit besonders reizt? "Dass jedes Projekt einzigartig ist und neue Herausforderungen mit sich bringt", erklärt der junge Metallbauer. "Genau diese Abwechslung spornt mich an und macht die Arbeit für mich besonders spannend." Besonders der direkte Kundenkontakt bereitet ihm Freude: "Man lernt ständig neue Persönlichkeiten kennen und führt abwechslungsreiche Gespräche."
Für die Zukunft des Unternehmens hat Matthias klare Vorstellungen: "Mir ist es wichtig, offen für Neues zu sein und Veränderungen aktiv mitzugestalten. Langfristig möchte ich dazu beitragen, das Unternehmen attraktiv und zukunftsfähig zu halten - sowohl für Kunden als auch für Mitarbeitende."
"Ich fühle mich gut dabei, wenn ich das übergebe", sagt Franz Huber über den anstehenden Generationswechsel. Was ihn besonders zuversichtlich stimmt: "Der Matthias hängt sich rein und das hat sich gut bewährt." Vor allem aber schätzt er die menschlichen Qualitäten seines Sohnes: "Er kann gut mit Menschen umgehen und auch gut mit ihnen kommunizieren: Wenn es zum Beispiel eine schwierige Situation gibt, dann kann Matthias das gut rüberbringen," erzählt er und klopft seinem Sohn wohlwollend auf die Schulter.









Vom Privathaus bis zur Industriehalle
Das Leistungsspektrum von Metallbau Huber ist breit gefächert. "Wir machen alles, was mit Toren und Türen zu tun hat", erklärt der Firmenchef. "Von Haustüren über Feuerschutztüren bis hin zu Garagentoren." Die Kundschaft ist dabei ebenso vielfältig wie das Angebot: Privatleute, die ihr altes Garagentor austauschen möchten, gehören genauso dazu wie große Industriekunden oder Hausverwaltungen mit Tiefgaragentoren.
Besonders stolz ist Huber auf die langjährigen Kundenbeziehungen, die sein Unternehmen pflegt. "Was man erwähnen sollte, ist, dass wir mit vielen Firmen schon lange zusammenarbeiten", betont er. Diese Beständigkeit zahlt sich aus - auch mit Blick auf die Zukunft: "Ich hatte letztens erst einen Kunden, der gefragt hat: Was ist, wenn du in Rente gehst? Und ich konnte sagen: Die Söhne führen das weiter."
Ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war 1998 die Partnerschaft mit einem der führenden Torhersteller. "Das hat uns natürlich zum Erfolg geführt, weil es ein gutes Produkt ist, das viele Leute kennen." Gleichzeitig betont er, dass sein Betrieb auch andere Fabrikate verkauft - Flexibilität und Kundenorientierung stehen im Vordergrund.

Ein eingespieltes Team mit viel Expertise
Im Büro arbeitet Franz Huber mit einem kleinen, aber eingespielten Team. "Wir sind zu dritt, und im Großen und Ganzen macht jeder fast das Gleiche", beschreibt er die Arbeitsaufteilung. "Jeder nimmt Aufträge an, macht Angebote, führt die Aufträge komplett durch," erklärt der Metallbauer. Sein Sohn Matthias hat sich dabei auf einen speziellen Bereich konzentriert: die jährlichen UVV-Prüfungen für gewerbliche Tore, die gesetzlich vorgeschrieben sind.
Besonders hebt Huber einen langjährigen Mitarbeiter hervor, der ursprünglich als Monteur angefangen hat und mittlerweile im Büro arbeitet: "Der hat draußen mitgearbeitet und hat wirklich Ahnung von den ganzen Steuerungen und der Technik. Das ist ein fixer Ansprechpartner, der wirklich alles weiß." Diese Expertise im Team gibt ihm Sicherheit - auch im Hinblick auf seinen eigenen Rückzug aus dem Tagesgeschäft.
Was treibt einen Unternehmer an, der seit drei Jahrzehnten jeden Tag ins Büro geht? Franz Huber muss bei dieser Frage kurz überlegen. "Dass man die Kunden zufriedenstellt, dass man immer wieder neue Aufgaben hat", sagt er schließlich. "Man kommt rum, sieht viel, bekommt viele Eindrücke - gerade bei den Firmen, wo wir wirklich überall drin sind." Und dann ist da noch das gute Gefühl, das sich einstellt, wenn Probleme gelöst sind: "Dass man die Aufgaben, die einem gestellt werden, meist sehr gut hinbringt - das motiviert schon dazu, weiterzumachen.”
In den nächsten drei Jahren plant Franz Huber, in den Ruhestand zu gehen. Bis dahin will er sicherstellen, dass der Übergang reibungslos verläuft. Viele seiner Mitarbeiter sind schon lange im Betrieb und bringen entsprechend viel Erfahrung mit. "Da sind wir gut aufgestellt", sagt er mit ruhiger Zuversicht.

Die Unterstützung durch seine Familie trägt Franz Huber durch den arbeitsreichen Alltag. Auch wenn die Tage lang sind - von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends - weiß er, dass zu Hause jemand auf ihn wartet. Und dass das Unternehmen, das er über so viele Jahre geführt hat, in guten Händen bleiben wird.
Was er seinem Sohn für die Zukunft mitgeben möchte? "Für alles offen sein", antwortet Franz Huber ohne zu zögern, während er zusammen mit Matthias den Einbau eines großen Industrietores beobachtet. Hubers Mitarbeiter und damit auch sein Name ist damit wieder einmal Teil eines großen Projektes, das - wie die Firma selbst - bis weit in die Zukunft Bestand haben wird. "Man muss für neue Technik offen sein, weil es immer irgendwas Neues oder irgendwas Besseres geben wird," fügt der Metallbauer an.
