Vom Arbeiten und Heimatfinden
Warum Mitarbeiter beim Lebensmittelhersteller LEIMER bleiben und wie sie dort über sich hinauswachsen
Zwei Persönlichkeiten, zwei Wege und ein gemeinsamer Nenner: Der traditionsreiche und familiengeführte Lebensmittelhersteller LEIMER in Traunstein. Seit über 100 Jahren liegt der Fokus hier auf Qualität und Genuss. Aus täglich frisch gebackenem Weißbrot werden Paniermehle, Croutons und Knödelbrot hergestellt. Zusätzlich umfasst das LEIMER Sortiment die beliebten Backerbsen sowie weitere Suppeneinlagen. Inmitten der Produktion erzählen Nebojsa Petrovic und Mario Weinhold, wie aus ihrem Einstieg über die Jahre echte Verantwortung wurde.
Der eine kam 2004 nach Deutschland und fand im Unternehmen nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern Rückhalt und Perspektive. Der andere wuchs vom handwerklichen Beginn bis an die Spitze der Bäckereien. Vertrauen, Teamgeist und kurze Wege waren hierbei entscheidend. Ihre Erfahrungen zeigen, wie sich Entwicklung in einem Familienunternehmen anfühlen kann: bodenständig, verlässlich und nah am Menschen.
Wenn der technische Leiter Nebojsa Petrovic an seine Anfänge bei LEIMER zurückdenkt, erinnert er sich nicht zuerst an Maschinen oder Produktionsabläufe. Er erinnert sich an einen Chef, der sich persönlich dafür einsetzte, dass ein junger Mann aus dem Ausland überhaupt arbeiten durfte. „Herr Leimer hat sich dafür engagiert, dass ich diese Möglichkeit bekomme", erzählt Petrovic.
„Sein Engagement hat mir den Start in die Arbeit und in ein neues Leben hier überhaupt erst ermöglicht."
Heute, über 20 Jahre später, ist Petrovic nicht nur geblieben – er ist gewachsen. Vom Einsteiger zum Mitgestalter, vom Lernenden zum Führenden. „Für mich wurde es deutlich, als ich begann, aktiv Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen", beschreibt er den Moment, in dem ihm klar wurde: Er ist hier mehr als nur Mitarbeiter.
Im Mai 2004 kam er nach Deutschland, bereits am 1. September desselben Jahres begann er bei LEIMER. Die größte Hürde damals: die Arbeitserlaubnis. Und die Sprache. „Ich habe schnell gelernt, und alle Kolleginnen und Kollegen hatten viel Verständnis und Geduld mit mir", blickt er zurück. Diese Unterstützung habe ihm enorm geholfen, sich einzuleben und beruflich Fuß zu fassen.


Mario Weinhold & Nebojsa Petrovic
„Man wächst mit Erfolgen – und mit Fehlern"
Was ihn bei LEIMER hält? Die Stabilität. „Trotz zahlreicher Krisen in den vergangenen zwei Jahrzehnten ist LEIMER nicht einmal ins Schwanken geraten", betont er. Diese Verlässlichkeit sei für ihn ein entscheidender Faktor. Dazu kommen die flachen Hierarchien und die einfache Zugänglichkeit aller Ebenen.
„Das ermöglicht eine schnelle Abstimmung und beschleunigt die Lösungsfindung – etwas, das in größeren Strukturen mit Sicherheit oft deutlich länger dauert."
Auch privat hat Traunstein für ihn längst Heimatcharakter. „Wir haben hier unser Zuhause gefunden und eine Familie gegründet", erzählt er. Diese Kombination aus persönlicher und beruflicher Perspektive habe für ihn den Ausschlag gegeben, nicht weiterzuziehen.
Einem jungen Kollegen würde er vor allem eines mitgeben: „Chancen nutzen und nicht vor Herausforderungen zurückschrecken." Mit Unterstützung, Geduld und eigenem Einsatz könne man sich weiterentwickeln.
„Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln –
und genau das sollte man nutzen."
Der Schritt in die Führungsverantwortung war für ihn mit Respekt verbunden. „Wie bei allen anderen Aufgaben muss man auch hier Erfahrungen sammeln", sagt Petrovic. Wichtig sei gewesen, dass er dabei nicht allein gelassen wurde.
„Ich bin dankbar, dass mir die Firma LEIMER die Chance gegeben hat, eine so wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen – und ebenso für das großartige Team, das mich dabei unterstützt."

Nimm die Reise an und du wirst fachlich und menschlich in diesem Unternehmen wachsen.

— Mario Weinhold
Bei LEIMER ist man keine Personalnummer, sondern ein Teil des großen Ganzen.

— Mario Weinhold
Dieses Engagement hat mir den Start in die Arbeit und in ein neues Leben ermöglicht.

— Nebojsa Petrovic
„Nimm die Reise an – du wirst wachsen"
Sein Weg führte ihn vom handwerklichen Einstieg bis zur Führungsposition. Der Moment, in dem er wirklich Verantwortung spürte? „Das war nicht der Moment, an dem ich die Rolle des Industriemeisters übernahm", stellt Weinhold klar. „Sondern der Moment, an dem mir klar wurde: Die Geschäftsleitung vertraut mir die Umsetzung der Produktionsziele an. Aber auch die Produktionsmannschaft setzt auf meine Unterstützung – in vollem Ausmaß, in jeder Situation, täglich."
Für Weinhold ist LEIMER mehr als ein Arbeitgeber. „In einem Familienunternehmen wie bei LEIMER ist der Mitarbeiter nicht nur eine Arbeitskraft oder Personalnummer, sondern ein Teil des großen Ganzen", beschreibt er das Gefühl. Was Kunden im Supermarktregal nicht sehen:
„Die Produkte von LEIMER erfüllen den höchsten Anspruch, weil hier alle Mitarbeiter ihr Höchstmaß für das Unternehmen geben. Genauso wie es das Unternehmen für all seine Mitarbeiter gibt."

Eine ähnliche Geschichte erzählt Mario Weinhold, heute Leiter der Bäckereien bei LEIMER. An seinen ersten Tag erinnert er sich noch genau: „Der herzliche und freundliche Empfang durch den Vorgesetzten – und die respekteinflößende hohe Produktionsmenge." Seinem früheren Ich würde er heute sagen:
„Nimm die Reise an und du wirst fachlich und menschlich in diesem Unternehmen wachsen."





Lösungen finden – das steht immer im Fokus
Seine Arbeit beschreibt Weinhold mit drei Begriffen: Produktion, Mitarbeiter, Zusammenhalt. „Die Mitarbeiterführung durch gute Kommunikation ist das A und O", erklärt er.
„Die Rahmenbedingungen müssen für alle passen. Zufriedenheit gleich Motivation gleich Effizienz."
Eine kleine Szene aus dem Alltag verdeutlicht für ihn, wie bei LEIMER gearbeitet wird: „Erst kürzlich benötigte ein Mitarbeiter einen Tag Urlaub, aber schon am darauffolgenden Tag. Der Urlaub konnte genehmigt werden, weil die Kollegen untereinander die Schichten tauschten." Sein Fazit: „Es wird immer nach einer Lösung gesucht, und fast immer wird sie auch gefunden."

Was sich über die Jahrzehnte verändert hat? „Der Mut, neue Sachen auszuprobieren." Was geblieben ist? „Die Fürsorge für die Mitarbeiter – die ist durch Herrn Karlheinz Leimer sogar noch spürbar gewachsen."
Einem jungen Menschen würde Weinhold raten: „Eine Karriere bei LEIMER lohnt sich, weil man hier von den Besten auf dem Fachgebiet lernt und es nie langweilig wird. Es gibt ständig Neues." Zudem finde sich nur selten ein Unternehmen, bei dem der Mensch eine so große Rolle spiele. „Am Ende ist man der Profi auf seinem Gebiet", fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.
Was ihm nach all den Jahren das Gefühl gibt, am richtigen Ort zu sein? „Das Herstellen unserer Produkte, die anschließend in der ganzen Welt verzehrt werden, ist ein gutes Gefühl", sagt Weinhold.
„Arbeitskollegen sind zu Freunden geworden. Da hat man das Gefühl, am richtigen Ort zu sein."
Technik trifft Lebensmittel – mit Hygiene an erster Stelle

Zurück zu Nebojsa Petrovic, der heute in der Technik bei LEIMER arbeitet. Für viele Außenstehende klingt das zunächst abstrakt: Technik in einem Lebensmittelbetrieb? „Die Technik ist in jedem produzierenden Unternehmen unverzichtbar – und genauso in der Lebensmittelindustrie", erklärt Petrovic. Die größte Herausforderung bestehe darin, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Hygiene immer an erster Stelle steht.
„Wenn dieses Verständnis vorhanden ist, macht die Arbeit in der Technik genauso viel Spaß wie in anderen Branchen."

Was die technische Arbeit bei LEIMER für ihn besonders macht? Die kurzen Wege. „Auch wenn die Mitarbeiterzahl in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen ist, kennt man sich bei LEIMER trotzdem", sagt er. Das erleichtere die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen enorm. „Kurze Wege und direkte Kommunikation sorgen dafür, dass Abstimmungen schnell und unkompliziert funktionieren."
Welche Werte er bei LEIMER nicht nur auf dem Papier, sondern wirklich im Alltag spürt? „Wertschätzung, Verlässlichkeit, Stabilität, Vertrauen, Verantwortung und Akzeptanz", zählt Petrovic auf.
„Diese Werte prägen die Zusammenarbeit und machen den Unterschied."
Nicht ein Erlebnis – die Summe der vielen kleinen Dinge
Auch Mario Weinhold betont, dass es nicht das eine große Erlebnis gibt, das seine Verbundenheit mit LEIMER erklärt. „Es ist nicht ein Erlebnis, es ist die Summe der vielen kleinen Dinge, die wir täglich erleben", sagt er. Diese Erlebnisse zeigen ihm, dass er sich vor vielen Jahren für das richtige Unternehmen entschieden hat.
Beide Geschichten – die von Nebojsa Petrovic und die von Mario Weinhold – erzählen von Menschen, die nicht nur einen Job gefunden haben, sondern einen Platz. Einen Ort, an dem Stabilität kein leeres Versprechen ist, an dem Hierarchien flach und Türen offen sind, an dem Kollegen zu Freunden werden.
Was bleibt, ist das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Nicht als Nummer, sondern als Mensch. Nicht trotz der Jahrzehnte, sondern gerade wegen ihnen.

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