Warum es manchmal den Bruch braucht, um voranzukommen

zur Schaltzentrale:

Vom Schreibtischjob

Wenn morgens die ersten Lkw vorbereitet werden und in der Halle schon gearbeitet wird, zeigt sich schnell, was die Atmosphäre bei Folgner prägt: direkte Abstimmung, kurze Wege und ein Team, das sich kennt und unterstützt. Hier entstehen keine starren Zuständigkeiten, sondern ein Arbeitsalltag, der von Vertrauen und Eigenverantwortung lebt. Für Simon war genau das der Wendepunkt – weg vom reinen Schreibtischjob, hin zu einer Aufgabe mit Bewegung und Gestaltungsspielraum. Und für Fahrer wie Jürgen ist es die Basis für das, was draußen zählt: Verlässlichkeit, ein klarer Rückhalt im Unternehmen und das gute Gefühl, sich auf die Kollegen verlassen zu können.

Simon ist so etwas wie die Schaltzentrale bei Folgner. Warenausgang, Logistikfertigung, Verladung – offiziell lässt sich seine Rolle kaum in einen einzigen Jobtitel pressen. Er selbst beschreibt sich als „Mädchen für alles", als Schnittstelle zwischen Produktion, Büro und Lkw-Verladung. Während die Produktionsmitarbeiter feste Arbeitsplätze haben, kann Simon sich seine Aufgaben frei einteilen, überall dort einspringen und organisieren, wo es gerade nötig ist.

Dass er einmal in der Logistik landen würde, war nicht unbedingt abzusehen. Gelernt hat Simon Außenhandelskaufmann, reine Bürojobs waren sein Alltag. Doch schnell merkte er: Das reine Schreibtischleben ist nichts für ihn. „Ich kann nicht sagen, dass ich ADHS habe, aber ich muss mich einfach immer bewegen", erzählt er offen. „Ich kann nicht so lange am Schreibtisch hocken." Bevor er zu Folgner kam, arbeitete er in der Nachtschicht in der Münchner Großmarkthalle – ein Job, der ihm jegliche Freizeit und sein Sozialleben raubte. Über ein regionales Jobportal fand er schließlich zu seinem jetzigen Arbeitgeber, der Folgner GmbH in Bad Aibling.

Was ihn überzeugte, war nicht der Jobtitel, sondern das Miteinander zwischen den Kollegen. „Was mich überzeugt hat, war einfach diese Freundlichkeit, diese Mitarbeiternähe und dieses Auf-Augenhöhe-Sein", erinnert er sich. „Dass du nicht irgendwie einer von vielen bist, so wie in einem Großkonzern. Da sind 1000 Leute und dann bist du einer, der ein bisschen seine Schräubchen eindreht." Bei Folgner sei das anders. Wer Engagement zeige, werde aktiv gefördert. „Das ist ja das Geile: Wenn unsere Chefs merken, hey, ein Mitarbeiter bei uns, der hat Bock, sich weiterzuentwickeln und macht nicht bloß Dienst nach Vorschrift – dann wird er unterstützt und bekommt oft auch mehr Verantwortung." Diese Wertschätzung und das familiäre Umfeld im Unternehmen haben ihm geholfen, enorm an Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl zu gewinnen.

Heute ist Simon stolz auf seine Rolle – und darauf, dass sie einzigartig ist. „Tatsächlich gibt es keine vergleichbare Stelle im Unternehmen. Es gibt keine Kopie von mir sozusagen. Und das hat was". Auch der Zusammenhalt im Team bedeutet ihm viel. „Ich verbringe auch außerhalb meiner Arbeitszeit viel Zeit in der Firma", sagt er. „Wenn die Kollegen cool sind, man über alles reden kann und gut miteinander auskommt, dann hat man hier Freunde – und die möchte man ja gerne wiedersehen."

Unterwegs, verantwortlich, gefragt: Der Alltag hinter dem Steuer

Einer dieser Kollegen ist Jürgen. Er ist seit fünf Jahren Berufskraftfahrer bei der Folgner GmbH. An seinem Job bei Folgner schätzt er vor allem eines: das Vertrauen. „Es ist nicht ständig jemand da, der uns kontrolliert. Wir wissen, was wir tun müssen - unsere Abläufe sind klar." Diese Strukturen beim Beladen und Tourenplanen geben ihm Sicherheit, die flachen Hierarchien das Gefühl, ernst genommen zu werden. Und wie nimmt er die Stimmung im Team wahr? Jürgen fasst es in einem Wort zusammen: „Kumpelhaft."

Für seine Touren ist Jürgen fast immer innerhalb Deutschlands unterwegs – Berlin, Hamburg und quer durch die Republik. Gelegentlich führen ihn seine Touren aber auch nach Frankreich oder Österreich. Er mag das Fahren an sich und genießt auch den Kontakt mit den Kunden. Dass der Job eines Lkw-Fahrers bei Folgner weit über das reine Fahren hinausgeht, betont auch Simon: Die Fahrer müssen komplexe Bauteile selbst abladen, kontrollieren und immer mitdenken.

„Zuverlässigkeit bei unseren Fahrern bedeutet für mich, dass jemand genau weiß, was er geladen hat und auch sofort erkennt, wenn etwas damit nicht stimmt", erklärt Simon. „Und mehr als zuverlässig ist, wer die Details beachtet, also den Kunden beispielsweise anruft, kurz bevor man ankommt." Gleichzeitig ist der Arbeitsalltag bei Folgner so angelegt, dass Leistung und Rahmenbedingungen zusammenpassen. Eine 38-Stunden-Woche, die erst kürzlich eingeführt wurde, und eine Anpassung beim Gehalt sorgen für spürbare Entlastung. Dazu kommen klar strukturierte Touren und ein Team, das im Hintergrund mitzieht. So entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem sich Anforderungen und Unterstützung die Waage halten.

Nicht selten wird Jürgen auf seinen Touren bereits sehnsüchtig erwartet. Auf Baustellen in München und Berlin sei es ihm schon passiert, dass die Bauarbeiter die Ware so dringend benötigten, dass sie ihm die Teile praktisch direkt vom Lkw aus der Hand rissen. „Ich bin ins Büro gegangen, habe Bescheid gesagt, dass die Lieferung da ist und dann gingen gleich drei, vier Leute mit auf die Straße und trugen die Ware mit." Ein Bild, das zeigt, wie sehr die Produkte von Folgner auf den Baustellen erwartet werden – und wie nahtlos die Kette von der Fertigung über die Logistik bis zur Auslieferung funktioniert.

Ein guter Arbeitstag ist für Jürgen einer, an dem alles zusammenpasst: „Wenn wir unser Tagesziel erreicht haben, dass nichts passiert ist, dass wir alle Fahrzeuge verladen haben, dass wir keinen verletzt haben, dass wir einfach gut miteinander kommuniziert haben."

Was er beschreibt, endet nicht erst am Ziel seiner Tour. Es beginnt in der Halle, bei den Kollegen in der Fertigung, setzt sich in der Logistik fort und begleitet jede Tour bis zum Kunden. Schon dort zeigt sich, wie viel Abstimmung, Verantwortung und Vertrauen im Hintergrund nötig sind – von Simons koordinierender Rolle bis zu den Fahrern auf der Straße. Jeder übernimmt seinen Teil, damit am Ende ein Gesamtbild entsteht, das funktioniert.